Rentenberatung Görlitz Roland Schömann
Rentenberatung GörlitzRoland Schömann

Die Flexirente (ab 01.07.2017)

Am 21.10.2016 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz über die Flexirente beschlossen. 

Das Gesetz tritt am 01.01.2017 in Kraft, die Regelungen zur Hinzuverdienstanrechnung werden allerdings erst ab 01.07.2017 wirksam.

 

Das sind die Kernpunkte der für die Rentnerinnen und Rentner wichtigsten Regelungen:

 

Rentenanspruch 
 

·        kalenderjährliche Hinzuverdienst (HZV)-Grenze: 6.300,00 €

·        bei Einhaltung HZV-Grenze:  Anspruch auf Vollrente

·        bei Überschreitung der HZV-Grenze: Teilrentenanspruch

·        abzuziehender HZV größer gleich der Vollrente: kein Rentenanspruch
 

Zu berücksichtigendes Einkommen 
 

·        Arbeitsentgelt (§ 14 SGB IV)

·        Arbeitseinkommen (§ 15 SGB VI)

·        vergleichbares Einkommen

 

Unberücksichtigt bleibt:

 

·       Entgelt für Betreuung einer pflegebedürftigen Person, dass das Pflegegeld

        nach § 37 SGB XI nicht übersteigt

·       Entgelt behinderter Menschen in einer entsprechenden Einrichtung (z. B.  

        WfbM)

 

Berechnung des abzuziehenden Hinzuverdienstes

 

·        Berechnungsgrundlage: voraussichtlicher kalenderjährlicher Hinzuverdienst

·        Abzug von 40 % eines Zwölftels des die HZV-Grenze überschreitenden

         Betrages

·        Abzug von 100 % des den HZV-Deckel übersteigenden Betrags

·        Neubestimmung jeweils zum 1. Juli, jedoch nicht im Jahr des 

         Rentenbeginns oder bei HZV-Änderung auf Antrag

·        Höhe der Teilrente = Vollrente – abzuziehender HZV

 

Beispiel:

 

mtl. Arbeitsentgelt vom 01.01.2018 bis 31.12.2018     1.200 EUR

mtl. Altersrente                                                             1.500 EUR

 

Berechnung des anzurechnenden Hinzuverdienstes:

 

1.200 x 12 = 14.400 EUR Jahresverdienst

14.400 EUR - 6.300 EUR       = 8.100 EUR 

8.100 EUR : 12 Monate          =    675 EUR mtl

675 EUR x 0,4                         =   270 EUR

 

Auf die monatliche Rente im Jahr 2018 ist ein Betrag von 270 EUR anzurechnen

 

Hinzuverdienstdeckel 

 

·       monatliche Bezugsgröße x höchster Entgeltpunktewert der letzten 15 Jahre 

        vor Rentenbeginn

·       Mindest-HZV-Deckel: 525,00 € + monatliche Vollrente

·       Neuberechnung jährlich zum 1. Juli

 

Beispiel: (weiter von oben)

 

mtl. Arbeitsentgelt vom 01.01.2018 bis 31.12.2018     1.200 EUR

mtl. Altersrente  (vor Anrechnung Hinzuverdienst)       1.500 EUR

höchste Entgeltpunkte in den letzten 15 Jahren          1,2000 EP

monatliche Bezugsgröße (2018 vermutlich)                 3.045 EUR

 

Berechnung des Hinzuverdienstdeckels:

 

1,200 EP x 3.045 EUR = 3.654 EUR

 

Prüfung der Begrenzung der monatlichen Rente: 

 

1.500 EUR - 270 EUR             = 1.230 EUR 

1.230 EUR + 1.200 EUR         = 2.430 EUR

Die Summe aus der monatlichen Rente (nach Anrechnung des Hinzuverdienstes) und des Hinzuverdienstes ( 2.430 EUR) übersteigt den Hinzuverdienstdeckel von 3.654 EUR nicht. Es erfolgt keine weitere Begrenzung. 

 

Hinzuverdienstprüfung

 

·       zum 1. Juli für das vorige Kalenderjahr Vergleich des bisher berücksichtigten

        Hinzuverdienstes mit dem tatsächlichen Hinzuverdienst

·       rückwirkende Änderung des Rentenanspruchs (ggf. Nachzahlung oder

        Überzahlung)

·       vergleichbares Verfahren bei Erreichen der Regelaltersgrenze

 

HZV-Änderung auf Antrag 

 

·       Änderung des voraussichtlichen kalenderjährlichen HZV um

        mindestens 10 %

·       auch Wegfall oder Hinzutritt von Hinzuverdienst

·       Rentenänderung nur mit Wirkung für die Zukunft

 

Die neuen HZV-Regelungen gelten auch für den Anspruch auf Erwerbsminderungs-rente.
 

Zwar ergeben sich durch das neue Hinzuverdienstrecht vielfältige neue Gestaltungsmöglichkeiten für Rentnerinnen und Rentner. Bezahlt wird dies jedoch damit, dass die bisher schon nicht einfache Rechtslage nochmals wesentlich komplizierter wird. Ich helfe Ihnen gern, für Ihre persönliche Situation die günstigsten Gestaltungsmöglichkeiten für den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente zu finden. Selbstverständlich gilt dies auch für die anschließend dargestellten neuen Regeln zur Rentenversicherungspflicht von Altersrentenbeziehern. Melden Sie sich bei Bedarf einfach zur Vereinbarung eines individuellen Beratungstermins.

 

Erweiterung der Rentenversicherungspflicht für Altersrentenbezieher

Geht ein Altersrentner neben dem Rentenbezug einer Beschäftigung nach, gelten folgende Regeln:

Die Versicherungspflicht der Teilrentenbezieher bleibt unverändert

Vollrentner bleiben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze versicherungspflichtig. Die gezahlten Beiträge erhöhen mit Erreichen der Regelaltersgrenze die bisherige Rente.

Arbeitgeberbeiträge bei versicherungsfreien geringfügigen Beschäftigungen erhöhen bei Vollrentenbeziehern bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze den Rentenanspruch. Die gezahlten Beiträge werden mit Erreichen der Regelaltersgrenze bei der Rentenberechnung berücksichtigt.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze besteht weiterhin Versicherungsfreiheit, allerdings kann der Rentner den Verzicht auf die Versicherungsfreiheit erklären (§ 5 Abs. 4 Satz 2 SGB VI). Es wird dann weiter der Arbeitnehmeranteil vom Entgelt abgezogen. Die für das vergangene Kalenderjahr gezahlten Beiträge erhöhen anschließend jeweils zum 1.7. des Folgejahres den Rentenanspruch. Wird kein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit erklärt, wirken sich die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge weiterhin nicht auf den Rentenanspruch aus.

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